Bilanz mit Rückenwind: Markus Hiebl will Freilassing mit Erfahrung und klaren Zielen weiter führen
Der Informationsabend von Bürgermeisterkandidat Markus Hiebl im Rathaussaal zeigte, wie groß das Interesse an der Zukunft Freilassings ist. Trotz starker Konkurrenz durch die Eröffnung der Olympischen
Winterspiele und die Fastnacht kamen rund 100 Freilassingerinnen und Freilassinger, um mit dem amtierenden Bürgermeister ins Gespräch zu kommen. Das aktuelle Stadtoberhaupt stellt sich als parteiunabhängiger Kandidat am 8. März erneut zur Wahl. „Was wir in Freilassing in den letzten sechs Jahren geschafft haben, ist enorm – da können wir alle stolz drauf sein. Hier möchte ich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter machen“, zeigt sich Hiebl gleichermaßen motiviert und kämpferisch.
Rückblick auf sechs Jahre Engagement und Entwicklung
Im ersten Teil des Abends stand ein Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre im Mittelpunkt. Markus Hiebl stellte die parteiübergreifende Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und den Referentinnen und Referenten in den Vordergrund. „Viele Entscheidungen waren nicht einfach, aber sie waren notwendig. Und sie wurden gemeinsam getroffen, immer mit dem Blick auf das Beste für Freilassing“, betonte er. Wichtig sei ihm dabei stets gewesen, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubinden. „Gute Kommunalpolitik entsteht im Dialog und im Miteinander, nicht im stillen Kämmerlein.“
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sozialen Bereich. Hiebl machte deutlich, dass gerade dort in den vergangenen Jahren viel passiert sei. „In der Kinder- und Jugendarbeit, in der Seniorenarbeit und im Aufbau sozialer Netzwerke haben wir Strukturen geschaffen, die heute im Alltag vieler Menschen spürbar sind“, betonte er. Auch die enge Zusammenarbeit mit Vereinen und sozialen Trägern sei gezielt gestärkt worden. „Eine Stadt lebt vom Miteinander. Dieses Miteinander zu fördern, war und ist mir ein zentrales Anliegen.“
Verantwortungsvoll investieren für kommende Generationen
Anhand konkreter Zahlen zeigte Hiebl die finanzielle Entwicklung der Stadt auf. In den vergangenen sechs Jahren seien Investitionen in Höhe von rund 82 Millionen Euro beschlossen worden, denen etwa 42 Millionen Euro an Förderungen und Beiträgen gegenüberstehen. „Wir haben viel investiert. Wir haben dabei aber immer clever und anhand von Fakten abgewogen, wie diese Entscheidungen Freilassing nach vorne bringen werden. Das ist verantwortungsvolle Finanzpolitik“, erklärte der Amtsinhaber. Die Mittel flossen unter anderem in Bildung, Verkehr, Infrastruktur, Freizeiteinrichtungen und Sicherheit. „Das sind Investitionen, die nicht nur heute wirken, sondern auch morgen und übermorgen.“
Auch bei der Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen habe man bewusst auf Ausgewogenheit gesetzt. „Wohnraum schaffen, Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig Umwelt- und Naturschutz ernst nehmen, das gehört für mich untrennbar zusammen“, erklärte Hiebl. Die Stadt habe sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt weiterentwickelt, ohne ihren Charakter zu verlieren.
Positiv bewertete Hiebl zudem die Entwicklung in Kunst, Kultur und Tourismus. Durch die Neuorganisation der zuständigen Bereiche habe Freilassing regional deutlich an Profil gewonnen. „Wir dürfen unseren Standort nicht kleiner machen, als er ist. Freilassing hat viel zu bieten, und das sollten wir auch selbstbewusst zeigen“, so Hiebl. Das neue Stadtmarketing und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Betrieben spielten dabei eine zentrale Rolle.
Klare Ziele für die nächsten sechs Jahre
Für die kommenden sechs Jahre formulierte Markus Hiebl klare Vorhaben. Im Bereich Wohnen und Arbeiten will er die Entwicklung des Freilassinger Feldes konsequent vorantreiben. „Dieses Gebiet bietet die große Chance, neuen Wohnraum, Arbeitsplätze, soziale Einrichtungen und Erholungsflächen sinnvoll miteinander zu verbinden“, sagte Hiebl. Die vorhandene Bahnanbindung und die künftige Einbindung in den Öffentlichen Personennahverkehr seien dafür beste Voraussetzungen, insbesondere auch für den Stadtteil Hofham. Ebenso ist die Modernisierung und barrierefreie Ertüchtigung des Bahnhofumfelds zur „Mobilitätsdrehscheibe“ ein wichtiger Schritt in den nächsten Jahren. Hierzu soll an die bereits geführten Gespräche mit dem bayerischen Bau- und Verkehrsministerium angeknüpft und Entwicklungsphasen konkretisiert werden.
Ein zentrales Projekt bleibt für Hiebl die konkrete Weiterentwicklung der Innenstadt. „Seit 2012 wird darüber gesprochen, jetzt müssen wir liefern“, betonte der Bürgermeisterkandidat. Die laufende Akteursbeteiligung solle dabei die Grundlage für tragfähige und umsetzbare Lösungen bilden. Ebenso klar positionierte sich Hiebl beim Gesundheitscampus. „Ich will die medizinische und pflegerische Versorgung in Freilassing langfristig sichern. Dafür brauchen wir zukunftsfähige Strukturen, ambulant wie stationär“, erklärte er. Mit Blick auf die Montagehalle zur Nutzung für Veranstaltungen kündigte Hiebl an, das Projekt starten zu wollen. „Die Montagehalle soll ein Ort der Identifikation und der Kultur werden. Wir fangen jetzt an“, so der Bürgermeister. Erste Aufträge für notwendige Instandhaltungsmaßnahmen sollen bereits im März vergeben werden.
Offener Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern
In der abschließenden Fragerunde entwickelte sich ein lebendiger Dialog zwischen Hiebl und den Anwesenden. Themen wie Gesundheitsversorgung, Verkehr und Öffentlicher Personennahverkehr wurden offen und teils kontrovers diskutiert. Hiebl nahm sich Zeit für Nachfragen und Anregungen aus dem Publikum. „Dieser direkte Austausch ist mir besonders wichtig. Nur wenn wir miteinander sprechen, können wir gute Entscheidungen für Freilassing treffen“, sagte er.
Der Abend klang in lockerer Atmosphäre mit vielen persönlichen Gesprächen aus und unterstrich den Eindruck eines konstruktiven Dialogs über die Zukunft der Stadt.
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